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Freiwillig am Bauernhof - Ein Stadtmädel in Tirol

Servus zusammen. Mein aktuellstes Projekt heißt „Freiwillig am Bauernhof“ und dauert zwei Wochen. Wie bin ich nur schon wieder darauf gekommen? Eigentlich wollte ich diesen Sommer ja als Sennerin auf einer Alm arbeiten, aber da war ich erstens zu spät dran und zweitens habe ich Stadtkind null Erfahrung mit Viechern. Dann nach einigem Googlen war die Idee, bei der Pflege und Instandhaltung von Wanderwegen in Deutschland und Österreich mitzuwirken. Aber irgendwie haben mir da die Viecher gefehlt. Lirumlarumlöffelstiel kam ich dann durch Zufall auf die Seite von „Freiwillig am Bauernhof“, wo ich sofort eine Anfrage startete: Ich habe zwei Wochen Zeit und möchte gegen Kost und Logis auf einem Bauernhof arbeiten. Schwupsdiwups wurden mir drei Bauernhöfe zur Auswahl gestellt.

Ich entschied mich aus dem Bauch heraus für den Lanthaler Hof. Nach zwei Telefonaten mit dem Bauern Johann war der Einsatz abgemacht: Vom 29.07. bis 12.08. soll ich den Lanthaler Hof bei den täglich anfallenden Arbeiten unterstützen. Die Telefonate waren schon etwas lustig: Ich habe ihn wegen seinem Tiroler Akzent kaum verstanden und er mich nicht wegen meinem Hochdeutsch.

Das erste Kennenlernen war angenehm und herzlich. Auf dem Hof gibt es den Bauern Johann (36), auch Hansi genannt, seine Mutter Hanni (70) und sein Vater Datti (81). Die Drei wohnen in einem riesigen Bauernhaus mit unzähligen Zimmern. Früher haben sie hier auch vermietet, jetzt fehlt es an Kapazitäten dafür. Mein Zimmer ist spartanisch, aber zweckvoll eingerichtet: ein Einzelbett, ein Stuhl, einen Schreibtisch und eine Kommode. Das Zimmer befindet sich im zweiten Stock am Ende eines langen Ganges, dessen einziger Bewohner ich bin. Etwas gruselig, vor allem, weil ich ja eine blühende Fantasie habe.

 

Den Lanthaler Hof gibt es schon seit Ende des 17. Jahrhunderts. Das Gebäude musste aber einmal umziehen, da es dem Krieg zum Opfer gefallen war. Die Bushaltestelle ist sogar nach dem Familiennamen genannt: MUIGG. Wie lustig ist das denn bitte? Dann hat man es aber wirklich geschafft oder?

Relativ schnell werde ich in meine Aufgabengebiete eingearbeitet:

  • Unterstützung beim Melken
  • Pflanzen gießen
  • Viecher & Kälber füttern
  • Ausmisten

Parallel ist noch ein weiterer Freiwilliger auf dem Hof: Jürgen, 48 Jahre, Landwirtschaftsstudent. Ich soll mich an ihn halten, wenn es um Aufgaben geht, denn er war bereits schon letztes Jahr da und kennt sich aus.

Der Lanthaler Hof hat 13 Milchkühe – der Rest von 30 Kühen ist den Sommer über auf der Alm.

Zu Beginn gibt es ein Kalb, die Loni, meine Lieblingsnudel. Die hat so viel Temperament und Eigensinn wie ich. Es werden aber schnell mehr: Zuerst holen wir zwei Kälber von einer nahegelegenen Bergwiese, da es dem einen nicht so gut geht und wir es aufpäppeln müssen. Dann holen wir ein Frischgeborenes von der Alm und schließlich erlebe ich noch eine Geburt auf der Alm mit. Somit sind es letzten Endes fünf Kälber.

Die Geburt live mitzuerleben war mein Highlight dieses Aufenthalts. Ich hatte mir so eine Geburt eigentlich richtig ekelig vorstellt, aber das war es überhaupt nicht. Es war etwas so Wundervolles. Und es ist alles gut gegangen. Dass Kalb dann noch an eine Gummizitze zu gewöhnen, war eine andere Herausforderung, aber wir haben es hinbekommen.

Um den Kreislauf zu vervollständigen habe ich auch bei einer künstlichen Besamung zuschauen können. Die Tierärztin Judith ist in meinem Alter und sehr sympathisch. Ich kann sie alles fragen und sie antwortet mir fachmännisch. Beim Samen soll ich zwischen Jack und Miami wählen. Bei den Namen muss ich laut lachen: Was für Porno-Namen für Bullen😊

 

Ebenfalls gibt es auf dem Hof Hühner, die in Bodenhaltung leben. Das gefällt mir auf den ersten Blick nicht so sehr, aber darf ich mir hier überhaupt ein Urteil erlauben, wenn ich null Erfahrung habe? Die Hühner sind hybrid, das bedeutet, dass sie in der Züchtung schon soweit sind, dass sie nur noch unbefruchtete Eier legen. Die Eier werden von Hansi im Direktvertrieb einmal pro Woche (am Eiertag = Mittwoch) ausgeliefert. Das Persönliche ist Hansi sehr wichtig und das pflegt er auch. Überhaupt ist er ein sehr aufgeschlossener und angenehmer Mensch. Das mit dem Direktvertrieb schon sein Pap, der Datti, so gemacht. Er fährt nur Privathaushalte an, aber teilweise beliefert Hansi schon in der zweiten oder dritten Generation. Man merkt, dass es ihm Spaß macht. Der Umgang mit Kunden passt zu ihm.

Mein Tag beginnt immer gegen sechs Uhr und endet gegen 21:30 Uhr. Das klingt sicher auf den ersten Blick viel, wenn man aber die Arbeit nicht als Arbeit, sondern als Erfüllung sieht, fühlt es sich sehr gut an.

Am Tag gibt es drei Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen und Abendessen/Kaffeetrinken. An die Zeiten muss ich mich erst noch gewöhnen: Frühstück um sieben Uhr (NACH dem Melken), Mittagessen um 12 Uhr und Abendessen um 17 Uhr, zwischen durch darf ich mir natürlich auch immer etwas nehmen. Die Küche von Hanni ist deftig, aber gut. Etwas ungewohnt für mich, soviel Fleisch und eher wenig Gemüse zu essen. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist das Beten vor dem Essen. Ich selbst bin kein gläubiger Mensch, respektiere aber den Glauben anderer. Somit sitze ich beim Gebet nur ruhig da. Hansi weiß von meinem Kirchenaustritt, bittet mich aber das vor seinen Eltern geheim zu halten. Auf dem Land ticken die Verständnisuhren eben noch anders.

Da ich wirklich total blank bin hinsichtlich Viehhaltung und Landwirtschaft (außer frühere Urlaube auf dem Bauernhof), stelle ich viele „doofe“ Fragen. Alle zeigen Verständnis und stehen mir Rede und Antwort. Ich erfahre den Unterschied zwischen Mutterkühen und MIlchkühen:

Die Milch der Mutterkühe ist nur für die Kälber bestimmt, die der Milchkühe wird für den menschlichen Konsum verwendet. Die ersten zehn Tage nach der Geburt nennt man die Kühe Kälberkühe. Ich begreife nach und nach den Kreislauf, den die Landwirtschaft bedeutet: Von der Kuh, über den Mist, bis hin zur Felderdüngung, dem Mähen, Trocknen und wieder verfüttern. Auch den Einfluss des Bauern auf den Kreislauf beginne ich zu verstehen und zu bewundern.

Mein Aufgabengebiet erweitert sich täglich:

  • Ausmisten & neu einstreuen
  • Kühe striegeln und sauber bürsten
  • Stroh & Heu auffüllen
  • Heu wenden in der Scheune („aufschütteln“)
  • Melkgeschirr reinigen
  • Kälber füttern
  • Milchkammer reinigen
  • Eier aus dem Stall holen
  • Haushalt: Bügeln, Wäsche zusammenlegen 

Das ist alles anstrengend, aber wahnsinnig befriedigend, weil man sieht, was man schafft. Kein Controlling nötig!

Körperlich an meine Grenzen komme ich aber erst richtig, als wir auf die Felder gehen: Hansi mäht und wir (Jürgen, Hanni und ich) rechen – und das im Steilhang. Das immer wieder hoch und runter steigen geht schön in die Oberschenkel und den Po. Das Fitnessprogramm kann ich mir aber somit sparen. Ich hätte ohnehin nicht die Energie dafür. Immer wieder werde ich von Hanni korrigiert bzw. verbessert. Anfangs ist mir die „Aufgabenstellung“ nicht ganz klar: Zuerst soll ich ordentlich rechen, dann alles verteilen. Jürgen erklärt mir, dass wir das ganze Gras aus dem Schatten holen und auf der Sonnenseite verteilen müssen, damit es bis morgen trocknet und von Hansi mit der Maschine eingesammelt werden kann. Ahhhhhh! Jetzat! Alles macht mehr Sinn, wenn man es versteht. Wir sind mehrere Stunden beschäftigt, Hansi mäht parallel weiter. Zwischendurch gibt es etwas zu trinken – leck, tut das gut. Trotz Autan werde ich öfter von Bremsen attackiert, die Stiche sind aber komischerweise nicht so tragisch wie bei uns in München.

Aber nach der Feldarbeit ist es nicht getan, wir müssen abends natürlich immer nochmal in den Stall. Hansi ist ein geduldiger Lehrer. Ich lerne viel von ihm. Gehe auch oft in Diskussion. Er ist offen für neue Ansichten und verurteilt einen nicht.

 

 “Mir ist nur wichtig, dass ich helfe und nicht zur Last falle“, lasse ich ihn wissen. „Nein, nein, hier gibt es immer etwas zu tun“, beruhigt er mich, natürlich mit Tiroler Akzent „Chrrrr…“ 😊

 

Fast jeden Abend trinken wir zusammen ein, zwei Radler und sprechen über Gott und die Welt. Hansi erzählt etwas aus seinem Leben als Bauern:

  • dass er den Hof seit neun Jahren führt.
  • dass er der Einzige in der Familie ist, der durch und durch Bauer ist und es deswegen nur eine logische Schlussfolgerung war, dass er den Hof übernommen hat.
  • dass er das „etwas-Neues-ausprobieren“ von seinem Vater hat, der hat auch als einer der ersten im Ort Hennen gehalten, den sie alle belächelt haben und heute machen sie es selbst.

Wir stellen uns gegenseitig viele Fragen über das jeweils andere Leben:

  • Wie ist es in der Stadt zu leben?
  • Wie kann man dauerhaft auf dem Land bzw. in der Stadt leben?
  • Wie kann man nie Urlaub haben?
  • Warum hat er keine Bäuerin?
  • Was möchte er von der Welt mal sehen?
  • Wie sind wir politisch eingestellt?
  • An was glauben wir? 

Hansi ist auch sehr interessiert an meinem Marketing-Hintergrund und fragt mich immer wieder nach meiner „professionellen“ Erfahrung. Das gefällt mir: Endlich mal jemand, der meine Ausbildung zu schätzen weiß und es nicht als „Bildermalen“ abtut.

Die Gespräche dauern oft bis ein Uhr nachts, das spüre ich dann natürlich am nächsten Tag – nach drei bis vier Stunden Schlaf. Der Schlafmangel macht sich auch gleich in meiner Verplantheit beim Melken im Stall bemerkbar: Ich lasse das Waschbecken überlaufen, ich bin unkonzentriert und mache Leichtsinnsfehler. Zwar nichts Ernstes, aber viel Unnötiges.

Fast jeden Nachmittag sind wir auf einem Feld und rechen. Ich nehme mittlerweile Musik mit, die ich währenddessen hören kann. Die Arbeit ist hart, wirklich hart – vor allem für eine Städterin, die das noch nie aktiv gemacht hat. Wir nehmen den gesamten Nachmittag mit. Immer wieder gibt es Trinkpausen, die wir bitter nötig haben. Bei einer Pause setzen wir uns alle in einen riesigen Heuhaufen. „Da muaßt a Foto machen, Rebecca!“ sagt Hansi. Gesagt – getan. Das eine Gruppenbild übernehme ich, das andere Hansi. Man merkt, dass er nicht sooft Fotos mit dem Handy macht – aber wir lachen über die Daumen im Bild.

 

Ich darf oft der „Aufräumer“ sein: Das heißt, ich gehe hinter der Maschine her und sammle das Heu, das in den Löchern liegen geblieben ist, auf. Auf den ersten Blick sind das Mini-Portionen, aber auf das ganze Feld gesehen, läppert es sich schon.

Es ist immer heiß und mein Rücken schmerzt leicht. Aber Bewegung ist in dem Fall bekanntlich die beste Medizin. Einige Stücke sind so steil, dass ich kaum aufrecht stehen kann. Aber wir machen das Feld fertig – und das sogar besonders schnell: Normalerweise dauert das immer länger, sagt Hansi. Mein erstes Feld! Was für ein Moment.

Nach dem abendlichen Melken inkl. Saubermachen muss immer noch das gemähte Heu verräumt werden. Also ab in den Stall. Es geht zwar fix, aber der Staub, der dadurch aufgewirbelt wird, macht meiner Lunge zu schaffen. Wie hat es Hansi genannt? Farmerlunge. Das bekommen viele Bauern im Alter.

Überhaupt haben Bauern oft Leiden im Alter: kaputte Ohren, weil kein Gehörschutz, verbrannte Haut, weil keine Sonnencreme, die Farmerlunge, weil kein Atemschutz usw. Immer wieder lege ich Hansi ans Herz, dass er sich doch darum kümmern soll, damit er im Alter keine Probleme hat. Er ignoriert es freundlich.

Hanni steht jeden Vormittag in der Küche und bereitet das Mittagessen vor. Ich helfe ihr manchmal dabei und wir kommen oft ins Ratschen. Sie erzählt mir aus ihrem Leben:

  • Dass Datti und sie sich kennengelernt und kurz darauf geheiratet haben, als sie 30 Jahre alt war.
  • Dass sie zehn Jahre für die Post gearbeitet hat bevor sie Bäuerin wurde.
  • Dass sie eine Wohnung in Innsbruck gekauft hatten, in die sie eigentlich einziehen sollte, aber niemals einzog, weil sie dann Datti kennenlernte.
  • Dass sie selbst von keinem richtigen Betrieb kommt, sondern das „Bäuerinnen-Dasein“ erlernen musste.
  • Dass sie auch findet, dass sich Hansi wegen einer Bäuerin ranhalten sollte, es aber schon die Zeit kommen würde.

Auch beim Mistumschöpfen bin ich dabei. Das bedeutet soviel wie Wenden oder Vermischen des Mistes und muss gemacht werden, damit der Mist ordentlich verrottet, um aus dem Dünger Potenzial für einen fruchtbaren Boden zu machen. Auf gut Deutsch: Wir wühlen in der Scheiße! Das wird herrlich. Ich habe zum Glück kein Problem damit. Nur der Gestank von Odel ist für mich schwierig und trainiert meinen Kotzreiz.

Den Traktor dafür leihen wir aus und müssen ihn danach sauber zurückgeben. Das Traktorputzen macht mir großen Spaß.

 

Da Hansi noch keine Bäuerin hat, muss er sich alleine um alles kümmern. Sollte er einmal ausfallen, hat der Hof ein Problem, da nirgends dokumentiert ist, was für Arbeiten anfallen und wie z.B. die Maschinen betätigt werden müssen. Hanni hat schon öfter vorgeschlagen, ein Video zum Melken zu drehen. Hansi hat es lange vor sich hergeschoben. Aber jetzt bin ich ja da! Also auf geht’s in die Dokumentation und zum Videodreh.

 

Generell hat der Bauer hohe Ansprüche an seine Zukünftige: Sie soll am Hof mithelfen, die Gäste der geplanten Ferienwohnungen betreuen, die Kindererziehung gestalten und noch einen separaten Job haben. Ich erkläre Hansi für verrückt. Alleine der Hof ist Arbeit genug. Er findet seine Ansprüche hoch, aber nicht unmöglich. Wie auch immer: Finden muss er sie trotzdem erst. Also ranhalten!

 

Ebenfalls gewöhnungsbedürftig für mich ist die Rollenverteilung auf dem Hof: Hier ist noch ganz klar definiert, dass sich der Mann um die „harte“ Arbeit und die Frau um Haushalt und Kinder kümmert. Hansi meint zwar, er hätte kein Problem auch die „Frauenaufgaben“ zu übernehmen, müsste sie aber erst lernen. Das Melken will er übrigens am liebsten nie aus der Hand geben – ist eine Art Meditation, sagt er.

Auch sehr spannend sind die Leute, die ich in meiner Zeit auf dem Lanthaler Hof kennenlerne: Es sind richtige tiroler Urgesteine dabei, die ich im „normalen“ Leben wahrscheinlich nie zu einem Gespräch bewegen hätte können. Jeder freut sich, mich kennenzulernen und ist vom Projekt „Freiwillig am Bauernhof“ begeistert.

 

Beim Geburtstag von Hansis Pap lerne ich auch die große Familie Muigg kennen: Fünf Kindern hat Hanni das Leben geschenkt, zwei Mädels und drei Buben. Zwei haben auch schon wieder Kinder. Die Familie ist sehr herzlich und interessiert. Ich fühle mich sehr wohl.

 

Hatte ich schon erwähnt, dass mir Hansi viel beibringt? Ich darf den Kran im Heustadel und den Mähtraktor mit Kreiler auf dem Feld bedienen. Auch den Traktor versucht er mir näher zu bringen, aber da bin ich zu ängstlich – zu viele Knöpfe und Schalter überfordern mich.

 

Schon bei der Halbzeit überlege ich, meinen Aufenthalt zu verlängern, weil mir die vielseitige Arbeit so viel Freude bereitet. Zwar habe ich für alles andere keine Zeit, aber das fehlt mir nicht einmal.

 

Einen Tag bekomme ich frei, da kommt mich nämlich mein Freund besuchen. Wir bummeln gemeinsam durch Innsbruck und fahren hoch auf die Nordkette. Beides haben wir schon einmal gemacht, aber es ist immer wieder ein Erlebnis.

Nach fast zehn Tagen ununterbrochenem Sonnenschein und Hitzewelle muss auch hier mal der Regen kommen. Zwar ist das nicht so gut, wenn man gerade noch bei der Feldarbeit ist, aber der Natur und auch uns tut es gut.

Als es wieder mal zu heftig für die Feldarbeit regnet, fahren wir zu einer Hütte im Wald, die ebenfalls zum Hof gehört. Eine sogenannte „Kochhütte“. Die hat man sich früher in der Waldwiese gebaut, um einen Unterschlupf bei der Mäh- und Waldarbeit zu haben. Hansi überlegt, diese Hütte „gästetauglich“ zu machen. Hier möchte er ebenfalls meine Marketing-Einschätzung haben. Die Hütte ist an sich in einem guten Zustand, aber Strom und fließend Wasser gibt es nicht. Modernisieren müsste man ebenfalls. Ich biete Hansi an, ihn gerne beim Konzept zu helfen. Leider bin ich zu der Zeit nur noch zwei Tage da. Er kommt gerne darauf zurück.

 

Und dann ist er da, der letzte Tag. Beim Abschied von den Viechern muss ich etwas weinen. Sie werden mir fehlen. Auch die Bewegung, die Gespräche, die Arbeit und die Familie werden mir fehlen. Zwei Wochen dauerhaft aufeinander sind einfach nicht ohne. Trotzdem freue ich mich auch auf daheim. Es ist einfach ein ganz anderes Leben – kein besseres und kein schlechteres.

 

Ich möchte mich ganz herzlich bei Hansi bedanken: DANKE für soviel Offenheit, Geduld und Herzlichkeit. Du bist ein toller Mensch und Chef (auch wenn „Chef“ von „Schaf“ kommt 😉)

 

Solltet ihr jemals in Erwägung ziehen, auf einem Bauernhof zu arbeiten, empfehle ich euch den Lanthaler Hof auf jeden Fall weiter. Zwar habe ich nicht allzu viel von der Umgebung gesehen, da ich immer im Einsatz war, aber die atemberaubende Landschaft und die Berge drumherum machen den Einsatz noch schöner.

 

Weitere Infos zum freiwilligen Einsatz auf dem Bauernhof findet ihr hier.