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Megamarsch Training 2018

Noch eine Woche bis zum Megamarsch München 2018.

Ich habe m.E. gut trainiert und bin mittlerweile zuversichtlich, die 100km zu schaffen. Wie sah mein Training aus?


 1.  Marsch: 14km (Januar)

 2. Marsch: 22km (Februar)

 3. Marsch: 27km (März)

 4. Marsch: 22km (März)

 5. Marsch: 44km (März)

 6. Marsch: 30km (April)

 7. Marsch: 23km (April) -> Nachtmarsch

 8. Marsch: 20km (April) -> Nachtmarsch

 9. Marsch: 23km (April) -> auf Höhe

10. Marsch: 25km (April) -> auf Höhe

11. Marsch: 55km (Mai)

12. Marsch: 20km (Mai) -> Nachtmarsch

13. Marsch = Megamarsch München (12.05.18)


Ihr seht: eine konstante und optimale Steigung. Wie beim Marathon gilt auch hier: max. nur die Hälfte trainieren.

Blasen & andere Leiden

Leider hatte ich schon immer Probleme mit Blasen, aber dank diversen Druckstellen- und Blasenpflastern geht es immer irgendwie. Bei meinem Verbrauch geht das zwar ordentlich ins Geld, aber vielleicht kann ich das als Medikamente in der Steuererklärung geltend machen😅 zusätzlich verwende ich Hirschtalg, Pferdesalbe (wärmend davor, kühlend danach) und Voltaren (danach).

Da ich mit Klumpfüßen auf die Welt gekommen bin, habe ich von Haus aus "andere" Füße. Ich bin zwar operiert, trotzdem  sind die meisten Schuhe nicht für meine Fußstellung gemacht. Blasen bekomme ich sogar in Sneakern.


Seit dem 7. Marsch tape ich mir beide Knie zur Stabilisierung mit Kinesiologietape. Das fühlt sich gut an - Placebo lässt grüßen.

Schuhe

Bei den Schuhen habe ich es anfangs mit Jack Wolfskin Wanderschuhen versucht, bin dann aber ab dem 4. Marsch auf Trekking- bzw. Laufschuhe umgestiegen. Diese sind viel leichter und haben Dank Dämpfung einen tollen Tragekomfort. Der Nachteil liegt dabei in der nicht vorhandenen Wasserfestigkeit. Am Megamarsch selbst werde ich es mit Gamaschen probieren. Irgendeinen Tod muss ich sterben. Ich bin der Meinung, dass es nicht die perfekten Schuhe gibt, vor allem nicht für 100km am Stück in 24 Stunden. 100km sind und bleiben einfach keine "normale", von der Evolution vorgesehene Belastung. (Hersteller, die anderer Meinung sind, dürfen sich jederzeit gerne an mich wenden😉)

Ich bin am Überlegen, mir Ersatzschuhe mitzunehmen - das ist aber eine Frage des Platzes im Rucksack.

Bis jetzt habe ich leider schon zwei Zehennägel verloren - ich hoffe, die wachsen nach. Der Nagellack hält auf nackter Haut nicht so gut😝 blaue Zehen überecke ich ebenfalls nicht Nagellack. (Füße sind ja schon eh nicht so mein Fall, aber so "defekt" sind sie erst Recht eklig.

Doping

Während dem Lauf ist bis jetzt leider immer eine Ibuprofen nötig gewesen. Mit einer 400er komme ich gut zurecht, die schlägt nicht so auf den Magen wie eine 600er (Magenschoner kann ich wegen einer Sorbit-Unverträglichkeit nicht nehmen).

Vor und nach dem Lauf nehme ich je nach Muskelzustand 300er Magnesium von Diasporal.

Zwischendrin gibt es ab und zu ein alkoholfreies Weißbier - nur um es mal gesagt zu haben, falls das unter "Doping" fällt😁


Rucksack & Stöcke

Als Rucksack habe ich einen älteren 20-Liter-Deuter. Der mag ergonomisch fraglich sein, ist aber schon seit sieben Jahren mein Begleiter und will einfach nicht kaputt gehen. Die kleine Größe ist in meinen Augen ideal, da ich dann nichts Unnötiges mitnehme.

Als zusätzliche Entlastung für mein "Gestell" gehe ich seit dem 5. Marsch mit Trekking-Stöcken. Diese bringen zum einen Abwechslung im Gehstil, zum anderen entlasten sie die Knie beim bergab gehen. 

Outfit

Bis jetzt bin ich immer im Zwiebellook gelaufen: für jede Wetterlage eine Schicht. Zusätzlich habe ich mir ein Buff-Tuch bestellt.

Für den Fall, dass es regnet, nehme ich mir ein Einmal-Regencape mit. Das kann ich danach entsorgen.


Verpflegung & Trinken

Das ist noch ein Punkt, bei dem ich mir noch unsicher bin: 

Wasserblase ja oder nein? Während des Trainings bin ich jetzt auch immer problemlos mit PET-Flaschen gelaufen. Durch das Hindernis "Flasche-extra-aus-dem-Rucksack-holen" trinke ich natürlich nicht so viel. Eine Dehydrierung auf 24 Stunden möchte ich eigentlich nicht riskieren. Ich habe mir nun auf Empfehlung diese Trinkblase geholt.

Wie viel Essen soll ich mitnehmen? Zum einen habe ich während des Marsches nie wirklichen Hunger verspürt - ich merke es eher am Blutzuckerspiegel sowie der Konzentration, die nachlässt, dass ich etwas essen sollte.

Zum anderen gibt es alle 20-25km Verpflegungsstationen, an denen es etwas gibt - zwar keine Unmengen und auch gar keine große Auswahl, aber immerhin etwas wie Bananen.

Wie gesagt: Das gesamte Thema muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen.

Motivation

Ganz großes Thema! Ich bin ja der Meinung, dass ich es vom körperlichen her schaffen müsste, aber vom Kopf her könnte es schwierig werden. Beim Training habe ich jetzt immer gemerkt, dass 35km so eine Grenze ist, an der ich quängelig werde. Allerdings beim letzten Marsch war dann plötzlich bei 45km wieder ein Motivationshoch da.

Eine wichtige Säule ist sicher meine Mitläuferin Ivana. Ich bin mir fast sicher, dass wir es nur zu zweit hinkriegen werden. Sie hat eine wahnsinnig motivierende Art, die mich beim Training schon oft weiter gebracht hat, als ich psychisch vielleicht geschafft hätte. Gut, die letzten fünf bis zehn KM sind immer die härtesten. Beim Marsch von 55km weiß ich, dass ich weiter hätte gehen können - und das gibt mir einen ordentlichen Motivationsschub 💪


Regeneration

Regeneration bedeutet für mich: Weitermachen, wenn du Blasen wieder abgeheilt sind 😅 nein, im Ernst: Dadurch, dass wir meistens am Wochenende trainiert haben, fiel die Regeneration automatisch auf unter der Woche.

Direkt nach dem Marsch gab's fast immer ein alkoholfreies Weißbier, eine deftige Mahlzeit und ein heißes Bad. Voltaren-Creme auf den Füßen tat ebenfalls gut.

Direkt nach dem Marsch hätte ich am liebsten ein Eisbad und einen Rollstuhl😎 Mal sehen, ob das ein Traum bleibt....


Meine direkte Erfahrung beim Megamarsch werde ich separat in einem Beitrag verfassen.

Drückt uns die Daumen, dass wir die 100km schaffen💪