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Meine Erfahrungen mit 69ladies.de

Nach meinem Urlaub im März 2016 auf den Philippinen kam ich etwas fülliger zurück. Das lag nicht nur an meinem Lebensstil, sondern auch an meiner Neigung zu Wassereinlagerungen in tropischen Ländern. Mein hätte mich auch mit einem Elefanten verwechseln können – zumindest ließen das meine Füße vermuten.

An sich hatte ich meine neugewonnen Fülle gar nicht so bemerkt, aber mein geliebter Bruder begrüßte mich mit dem Kommentar: „Du hast´s dir aber gut gehen lassen im Urlaub. Hast schon zugenommen oder?“ FUCK YOU!

Eigentlich gebe ich einen Scheiß auf die Aussagen meines Bruders, aber das saß. Und zwar tief. Und so entschied ich mich, etwas zu machen.

Ich recherchierte ein wenig im Internet und kam zu dem Entschluss: Es muss was kosten, sonst ist es nichts wert und du kriegst dein Popöchen nicht hoch. Gesagt – getan. Es wurde schließlich „69days Ladies“ für 129€ für – Überraschung – 69 Tage.

Als Anfangsdatum legte ich einen Samstag fest. Somit war der ganze Inhalt (Übungen, Rezepte) auch erst ab diesem Samstag um 0 Uhr einsehbar. Nervig, aber okay. Am Samstag in der Früh befasste ich mich sofort mit dem Programm und war erstaunt, wie viel man essen darf. Das war ja auch meistens der Grund, warum ich eine „so-called“ Diät nicht einhalten konnte: Es gab schlicht weg zu wenig zu essen. Hier nicht. Punkt für das Programm.

 

Allerdings war es sehr viel zu essen. Das hätte ich mir alles reinpressen müssen. So entschied ich, den Ernährungsplan etwas lockerer zu gestalten und mich voll und ganz auf das Training zu konzentrieren.

 

Den Kraftteil fand ich schon beim ersten Ansehen super. Den Ausdauerteil nicht so. Nach zwei Einheiten habe ich den dann auch wegfallen lassen. Ist eh zu sprunglastig, das geht zu sehr auf die Gelenke. Ihr merkt, ich bin Königin der Ausreden.

Und wie liefs? Sehr gut. Man misst seine Erfolge nur Anhand des Spiegelbildes sowie des Maßbandes. Also nichts mit Waage. Der Muskelkater war mein täglicher Begleiter. Die Maße gingen erst einmal hoch, weil ich ja Muskeln aufbaute. Das muss man sich da schon bewusst sein. Aber es fühlte sich so gut an. Ich bin immer morgens vor der Arbeit ins Fitness gegangen. Dann, wenn es noch erträglich riecht und nicht die Hölle los ist.

 

Zwischendrinnen gönnte ich mir eine Ausnahme: Unser jährlicher Wochenendtrip an den Gardasee. Und an dem müssen obligatorisch mindestens zwei Flaschen Wein pro Tag geköpft werden. In dem Programm ist Alkohol strengstens verboten – verständlicherweise. Schließlich bremst Alkohol die Fettverbrennung, führt zu hässlichen Wassereinlagerungen und hat auch noch viele leere Kalorien. Aber für dieses Wochenende wollte ich es mir gönnen. Genauso wie Schokolade. Tja, das Ende vom Lied war, dass ich von soviel Schokolade ziemliche Bauchschmerzen bekommen habe und auf den Alkohol eigentlich gar keine Lust hatte. Vor allem, als ich meine Fortschritte auf den im Urlaub entstandenen Bildern sah.

 

Diese Form konnte ich bis ca. zur Hochzeit meines Bruders Mitte Juli halten. Dann ging es wieder bergab.

 

 

Aber ich bleibe dran und probiere es immer wieder. Da ich nun endlich mal gesehen habe, was ich alles schaffen kann und dass nicht alles mit den Genen zu tun hat, bin ich zuversichtlicher. Mit Kraftsport kann man so viel erreichen.

Was auch ein wichtiges Learning für ich war und was ich einfach 1:1 erlebt habe: Du kannst entweder Muskeln aufbauen ODER Fett verbrennen. Dein Körper kann nicht beides gleichzeitig. Das muss man wissen und akzeptieren. Es bringt nichts, wie wild Kraftsport zu betreiben, wenn man den Muskeln keinen Stoff zum Reparieren zur Verfügung stellt. Da kann es dann leicht ins Gegenteil rutschen und man baut sogar noch Muskulatur ab. Wer trainiert muss auch essen. Wenn man dann die Muskeln erreicht hat, die man sich vorgestellt hat, kann man in die Definition und Erhaltungsphase übergehen. Das ist mit Cardio und strikter Ernährung zu schaffen.

 

Ich habe es noch nicht geschafft, dass langfristig durchzuziehen. Auch erfahrene Fitness-Kraftsportler nehmen von einer dauerhaften Definitions- und Erhaltungsphase Abstand, da das zu belastend für den Körper ist.

Bei mir war es nicht so extrem. In der Woche vor der Hochzeit meines Bruders habe ich einfach auf das Abendessen verzichtet und war so weniger aufgebläht. Zusätzlich kam ich in ein Kaloriendefizit. Dieses „intermediant fasting“ kann hierbei gut helfen. Sollte aber mit Bedacht eingesetzt werden. Aktuell bin ich in dem Bereich kein Profi und halte mich mit Aussagen zum „intermediant fasting“ noch zurück. Mir hat es geholfen – vor allem bei kurzfristigen Aktionen.

Wie auch immer: Mit 69days Ladies bin ich gut zurechtgekommen. Die Pläne habe ich immer noch und trainiere danach. Sie geben mir ein gutes Körpergefühl.

 

 

Natürlich ist das wie immer keine Richtlinie, sondern nur meine persönlichen Erfahrungen. Bei jemand anderen könnte ein anderes oder gar kein Programm Erfolg zeigen.

Viel Erfolg!

 

Was habe ich ausprobiert? 69days Ladies

 

Was lese ich über „intermediant fasting“? Das Buch Ernährung für (Kraft-)Sportler: Intermittent Fasting 2.0